Urheberrecht: Neue Regeln für Kopien und Downloads

Der 01. Januar 2008 gilt als Datum für ein neues Urheberrecht. Ab diesem Zeitpunkt liegen sämtliche Rechte immer noch beim Urheber eines Werkes, ein Recht auf Privatkopien gibt es jedoch nicht, sie werden lediglich noch geduldet. Gemäss dem Branchenverband BITKOM gilt es einige grundsätzliche Dinge beim Urheberrecht zu beachten.

Wer seinen Freunden zum Beispiel einen interessanten MP3 Musik-Mix zur Verfügung stellt oder diesen während einer privaten Feier einsetzt, bewegt sich im Rahmen des Gesetzes. Handelt es sich um illegale Downloads im Internet, sieht es jedoch anders aus. Die Rechtslage ist hier schärfer geworden.

Derjenige, der sich an die vorgegebenen Regeln hält, ist auf der sicheren Seite und muss sich keine Gedanken machen, gab der Branchenverband BITKOM bekannt. Urheberrechtsabgaben sind im Preis für CD-Brenner, DVD-Brenner und Rohlinge bereits enthalten. Entsprechende Gesellschaften leiten diese an Musikverlage und Künstler weiter. Beim Brennen einer CD zu Hause erhält der Urheber also auch seinen Anteil, allerdings ist ein unbegrenztes Kopieren nicht erlaubt.

Laut BITKOM sind nur wenige Kopien unproblematisch. So zum Beispiel ist es erlaubt, für Familienangehörige oder enge Freunde einen Musik-Mix zu brennen, wobei auch eine Sicherungskopie erstellt werden darf. Jedoch ist es nur eine kleine Menge an Kopien ( z.B. Videos, Musik), die für den eigenen Bedarf zulässig sind, eine festgelegte Grenze gibt es in diesem Zusammenhang allerdings nicht. Gemäss der Rechtsprechung vergangener Jahre sind es höchstens sieben Kopien, die erstellt werden dürfen. Die Originale müssen in jedem Fall käuflich oder wenigstens legal erworben worden sein. Auch das Brennen einer Original CD, die von einem Freund zur Verfügung gestellt wurde, widerspricht nicht den Vorschriften.

Sollten Originale über einen Kopierschutz verfügen, darf dieser nicht umgangen werden.
Sie dürfen in diesen Fällen lediglich analog kopiert werden. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn das Kopieren von einer CD auf eine Kassette erfolgt. Das Brennen auf eine andere CD ist nicht erlaubt. Gängige Brennprogramme erkennen einen Kopierschutz und in der Regel wird auch die Verpackung einen entsprechenden Hinweis beinhalten. Es ist strafbar, den Kopierschutz wissend zu umgehen und führt dann nicht selten zu empfindlichen Geldstrafen. Wer mit Raubkopien handelt, riskiert sogar eine Haftstrafe bis zu fünf Jahren. Eine einzige Raubkopie ist bereits illegal.

Gerade im Hinblick auf günstige Angebote im Urlaub ist ein kritisches Hinterfragen angebracht, wenn es um DVDs oder CDs geht. Wenn es sich um Raubkopien handelt, die aufgrund professioneller Herstellungsweise auf den ersten Blick nicht erkennbar sind und im guten Glauben erworben wurden, beschlagnahmt der Zoll diese trotzdem. Sollte man gar mehrere CDs mit sich führen, gerät man schnell in den Verdacht eines gewerblichen Handelns.

Ach wer eine offensichtlich nicht rechtmässige Kopie vervielfältigt, macht sich strafbar, so zum Beispiel wenn es sich um Kopien kopiergeschützter CDs im Original handelt.
Dies kommt oft bei Spielfilmen zum Tragen, bei denen die Originale meist einen Kopierschutz enthalten. Handelt es sich um Filme, die in den Kinos noch nicht angelaufen sind, ist grundsätzlich Vorsicht geboten. Hierbei kann es sich nicht um eine rechtmässige DVD handeln.

Illegale Downloads im Internet sollten vermieden werden. Entgegen der bisherigen Gesetzgebung, die hier keine klaren Definitionen lieferte, wurde dies in der neuen Variante klar festgehalten. Niemals sollten auch nicht eindeutige Quellen genutzt werden um Musik herunterzuladen. In der Mehrzahl der Fälle sind legale Downloads von Liedern kostenpflichtig. Allerdings gibt es hier eine Ausnahme, wenn Künstler ihre Songs im Internet aus Werbungsgründungen gratis anbieten. Dies ist dann legal.http://www.tecchannel.de/storage/news/1742668/

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