Die Geschichte moderner Drucker

Die Geschichte moderner Drucker

Die Druckgeschichte reicht bis vor die Geburt Jesu ins alte China zurück.

In Europa revolutionierte die Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern des Mainzers Johannes Gutenberg im 15. das Kopieren von Schriftstücken. Erst mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert konnte jedoch Zeitungen und Bücher für größere Menschenmassen gedruckt werden. Moderne Drucker, wie wir sie heute kennen, die in beinahe jedem Haushalt zu finden sind, nahmen ihre Anfänge in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Chester F. Carlson und sein Electron Photography-Kopierverfahren

Eigentlich war der Amerikaner C.F. Carlson Physiker. Da man jedoch mit seiner Arbeit im Labor nicht zufrieden war, wechselte er innerhalb des Unternehmens „Bell Telephone Laboratories“ in die Abteilung für Patente. Das ermöglichte es ihm, in einem Zeitraum von 1938 bis 1942 mehrere Patente für seine Idee eines Vervielfältigungsverfahrens mittels eines elektrostatischen Ladungsbilds anzumelden. Jedoch erst als seine geniale Erfindung 1944 erkannt und in Xerography umbenannt wurde, kam die Erfolgsgeschichte ins Rollen. Das 5 Jahre später auf den Markt gebrachte Gerät taugte noch nicht für den Alltagsgebrauch, gilt aber als erster Kopierer.

Erste Druckgeräte

Die Schreibmaschine wurde bis weit in 20. Jahrhundert hinein verwendet, um Texte in Büros und Haushalten aufzusetzen und abzuschreiben. Nach einem ähnlichen Prinzip arbeiteten Kugelkopfdrucker. Zu den ersten Druckern zählt aber der Nadeldrucker, der unglaublichen Lärm verursachte. Dabei wurden Nadeln mit Farbe benetzt und diese dann aufs Papier gesetzt.

Heutige Drucker

Am meisten verbreitet sind heute Tinten- und Laserstrahldrucker. Ersterer kam in den 60er Jahren auf den Markt. Er war riesig und die Qualität seiner Drucke ließ zu wünschen übrig. Heute sind diese Geräte klein und leicht und erzeugen Ausdrucke in Fotoqualität. Den Laserdrucker, der sich heute zunehmender Beliebtheit erfreut, konnte man seit 1973 erwerben.

Toner und Tinte

Bereits Ägypter und Chinesen kannten Tinte, die damals Ruß beinhaltete. Teilweise wurden Silber-, oder Platinpartikel beigemischt. In Griechenland gab man dagegen Gummi hinzu. Im römischen Reich wurde mit der Tinte des Tintenfischs geschrieben. Auch im Mittelalter mischten die Druckgesellen ihre Tinte noch selbst an. Heute kaufen wir sie bequem im Internet bei solchen Online-Händlern. Diese bieten ein breites Sortiment. Die Zusammensetzung der Tinte ist speziell abgestimmt, damit die Düsen der einzelnen Druckermodelle nicht verstopfen. Toner ist nicht mal mehr eine Flüssigkeit. Trockene Partikel werden hier am Ende des Druckverfahrens unter Hitzeeinwirkung aufs Papier geschmolzen.

3D-Druck

Wie im Film geht die Entwicklung von der Fläche in den Raum. Seit einigen Jahren sind 3D-Drucker auf dem Vormarsch, die mit unterschiedlichen Prozessen verschiedenste Materialien räumlich drucken können. In der Industrie werden sie bisher gerne zur Herstellung von Prototypen verwendet. Aber auch Lebensmittel, zum Beispiel Gummibärchen, kann man damit ausdrucken. Beim Fotografen erhält man nun statt eines gewöhnlichen Fotos schon räumliche Figuren seiner selbst. Noch sind diese Drucker für den Privatgebrauch recht teuer. Das wird sich aber in den nächsten Jahren ändern. Und bis dahin kann man seine Ideen schon in sogenannten FabLabs ausdrucken. Bild: © rangizzz – Fotolia.com