Science Fiction? Nein, dies noch übertroffen.

Von Google sagt man, es speichere alles, was über seine Webseiten läuft. Allerdings weiß man zugleich, dass alle diese Dateninformationen in solchen riesigen Speicherkomplexen rund um die Welt gespeichert werden, dass sie kaum systematisch abzurufen seien. Ansonsten weiß man von Google nichts – das Unternehmen hält dicht und hat auch noch niemanden in die Luft gesprengt.

Das hätte jedoch ein anderer tun können. Ein Spanier war auf die Idee gekommen, E-Mail-Adressen zu verkaufen. Heutzutage scheint dies ein interessantes Geschäft zuweilen und ein einträgliches dazu. Nur wie dazu kommen? Man hat ja nicht gleich 800.000 Bekannte, deren E-Mail-Anschriften für eine solche Handlung infrage kämen. Jedoch man kann ja einfach sich die Struktur des Internets zunutze machen und alles „holen“, wo es geht. Das heißt in diesem Fall: 200.000 PCs konnte jener 31-jährige Spanier allein in Spanien lesen, dann noch die der größten US-Unternehmen und 40 US-Banken und viele mehr. Das fällt langfristig auf, nämlich der kanadischen Sicherheitsfirma Defence Intelligence, die dann den Stein für die gestrige Verhaftung des Täters über ein Jahr hinweg ins Rollen gebracht hatte. Natürlich gab es – auch verhaftete – Komplizen, naiv gab der Täter zu Protokoll, er sei Kaufmann und ob er diese Dreiviertel-Million Daten aus 13 Millionen Rechnern in 190 Ländern für eine verheerende, unsystematisch erscheinende, wirklich zerstörerische Computerattacke hat nutzen wollen? Nicht doch, die kaufmännische Absicht des Datenabverkaufs sei stets sein Motto gewesen. Alles andere? Nein. Nicht im Entferntesten.

Oft erreichen Diskurse über Computersicherheit Foren, Zeitungen, Blogs. Doch hier kann es kein „zu oft“ geben. Die Polizei (nämlich auch das FBI) verlautbarte nicht allzu viel über ihre Funde, jedoch eines wohl: Es hatten zu den Mitteln der Informationsgewinnung auch von E-Mail-Lesern geöffnete Spam-Mails gehört. Nein, keine Paranoia, bitte – sondern vorausschauend surfen. Dies erinnert an Autofahren. Wer lässt im offenen Cabrio Krankheitsakten liegen?

http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5hxmndfurhPkyTMNabo6GOMAPeFvA

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