F1 Taste macht Internet Explorer angreifbar

F1 – seit jeher ein Synonym für den Hilferuf. Zurzeit jedoch wäre dies der Hilferuf derjenigen, die diese Taste erst drückten. Dienstags schließt Microsoft Lücken wie diese, möglicherweise auch die, die bei besagter Taste erlaubt, einen schädlichen Code durchzuführen. Grundsätzlich gilt – und das sei ganz bewusst angemerkt, ohne auf fachspezifische Zusammenhänge einzugehen: Befolgen Sie nie eine Aufforderung, die sich auf Ihrem Bildschirm einfindet (und die nichts mit Aufgaben zu tun hat, die Sie selbst begonnen haben). Man kann – und genau darum soll es hier gehen – sich in seriöser Absicht im Internet informieren wollen. Dann jedoch empfängt man jene „Pop-ups“, die den Bildschirmzuschauer entweder auf Gewinnspiele hinweisen, darauf hindeuten, dass es sich lohnen würde, an Umfragen teilzunehmen oder auf andere Seiten zu klicken. Oder eben: „F1“ zu drücken.

Die Frage lautet nur stets: Warum sollte man? Man weiß als Verbraucher, dass sich gerade Microsoft und jene Gegenspieler seit Jahren in einer praktizierten Dauerfehde befinden, in der mal die Gegner von sich reden machen und mal – wie jetzt – die Softwarefirma ankündigt, dass acht Schwachstellen am nächsten Dienstag behoben werden wollen. Auch weiß man, dass Freunde und Bekannte stets auf Linux und andere Betriebsprogramme schwören, weil dort „so etwas nicht vorkommt“. Nun hatte man aber selbst Windows bei sich selbst installiert, und weiß von der „Gefahr“, die nun überall lauert – und harmlos bleibt, sofern man das Internet genau so nutzt, wie man es sich vornimmt – und dazu würde überhaupt nicht gehören, an Adresseingabeaufforderungen, Seitenweiterleitungen oder Tastenbetätigungseinladungen teilzunehmen.

Antivirusprogramme gibt es und andere Sicherheitssysteme auch (jedoch gegen die F1-Falle scheint Microsoft selbst noch keine Lösung in Sicht zu haben) , aber das sicherste Programm, das vor Unheil schützt, ist das zielgerichtete Handeln des Nutzers – und der Klarsicht, allzu trivialen Aufforderungen im Internet den Status zu verleihen, den sie verdienen: den der Nichtbeachtung.
http://www.chip.de/news/F1-Hilfe-Funktion-macht-Internet-Explorer-angreifbar_41805537.html

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