Google Street View – Deutsche Straßen im 3D-Blick

Im Laufe des Jahres noch werden die Anwender der Seite http://maps.google.de etwas erleben können, was bereits in anderen Ländern durchaus eine geschichtliche Tiefe von einigen Jahren besitzt, jedoch in Deutschland augenscheinlich nicht nur von der Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) massiv verurteilt wird: Ganze Straßenzüge können am Bildschirm aus der Sicht eines Fahrers oder Fußgängers „abgegangen“ werden. Man kann sich somit auch schon im Voraus in den „Blick für eine Gegend oder Straße“ hineinversetzen.

Eine Einzigartigkeit weltweit besitzt Deutschland immer wieder: Hier gibt es Gesetze, die sonst keiner kennt. In diesem Zusammenhang sei vom Datenschutzrecht die Rede: In keinem anderen Land war es möglich, gegen die Aufnahmen, die ein Kamera-Auto von Google machte, Einspruch einzulegen – wenn es auch um Häuser, Autos und Kennzeichen geht. Diese Aufnahmen, sofern sie einmal gelöscht sind, könnten dann, so verlautete von Google, auch nicht mehr eingespielt werden. Jedoch, um sicherzugehen in Deutschland, gab man seitens des Unternehmens ein Gutachten beim Institut für Rechtsinformatik (IRI, Leibniz-Universität Hannover) in Auftrag. Der Leiter, Nikolaus Forgó, bezweifelt ohnehin, dass Google bei dem angekündigten Vorhaben überhaupt in die Nähe einer Datenschutzverletzung kommt. Es gehe doch um Straßenfotos. Personen, die oder deren Haus bei einer solchen Gelegenheit zufällig mit abgelichtet würden, seien weder in Ihrer Würde noch in Ihrer Privatsphäre eingeschränkt. Sondern die Absicht, allein den öffentlichen Raum darzustellen, wiegt hier schwerer als das Recht einer einzelnen Person, sich gegen ein Foto von sich selbst zu entscheiden.

In der Illusion dreidimensionaler Ansichten wird nun jeder Anwender eines internettauglichen Mobiltelefons in die Lage versetzt, Straßen, Strecken und Panoramablicke abzurufen und über einzelne öffentliche Gebäude zusätzlich Textinformationen zu erhalten. Interessant wäre dieser Dienst auch bei einer Wohnungssuche: Man weiß schon vorher, wie das Haus aussieht, dessen Mietwohnung man im Internet erspähte.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Google-sieht-keine-rechtlichen-Huerden-mehr-fuer-Street-View-938130.html

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