YouTube bittet erstmals zur Kasse
Ab sofort gibt es bei YouTube Videoclips, für die erst gezahlt werden muss, bevor sie angeschaut werden können.
Der Feldversuch für die ersten fünf Mietvideos wird zunächst auf die USA beschränkt. Die Videos sind allesamt Produktionen junger Filmemacher, die als Beiträge für ein Filmfestival in den USA entstanden sind. Wie im YouTube-Blog mitgeteilt wurde, haben die Regisseure und Produzenten der Videos mitbestimmen können, für welchen Zeitraum und zu welchen Gebühren ihre Filme gemietet werden können.
Der Hintergrund für dieses Angebot ist natürlich darin zu finden, dass Google als Mutterkonzern von YouTube sich mit dem Mietservice neue Einnahmequellen erschließen möchte. Andererseits bietet sich dadurch auch jungen Filmemachern die Chance, dass sie für ihre Projekte eine Finanzierung hinbekommen. Nicht jeder ist schließlich ein Freund von Werbe-Einblendungen. Und Werbung zu bekommen, das sei nur nebenbei zu Bedenken gegeben, wird bei der fast unüberschaubaren Fülle an YouTube-Videos ohnehin immer schwieriger.
Während es derzeit noch kleine unabhängige Filme sind, die zuerst die Auswahl an Mietvideos bestimmen, sind für die Zukunft natürlich auch andere Inhalte denkbar. Die ersten Bereiche, die bereits offiziell im Gespräch sind, umfassen Themen zu Bildung und Gesundheit.
Organisiert wird der Verleih über Google, die Bezahlung erfolgt über den Google-Checkout-account. Bei YouTube finden interessierte Filmemacher ein Portal, das alle Bedingungen, um sich an dem Projekt beteiligen zu können, genau erläutert. Der Suchbegriff, um dorthin zu gelangen, lautet “Filmmakers wanted”. Bislang ist noch nicht durchgesickert, wie hoch der Anteil an Mietgebühren ist, den Google beziehungsweise YouTube für sich beanspruchen. Klar ist aber, dass in Sachen Urheberrechte eine faire Lösung gefunden wurde. Sämtliche Rechte an den Mietvideos, die bei YouTube eingestellt werden, verbleiben bei denen, die das Video auch tatsächlich produziert haben.
(Quelle)
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