Vodafone bietet Telefonie über den Wolken
Hinter vorgehaltener Hand wurde ja schon länger gemunkelt, dass es nur noch eine Frage der Zeit sein würde, bis es auch während eines Fluges erlaubt sein würde, mobil zu telefonieren.
Jetzt ist es offiziell: Vodafone bietet seinen deutschen Kunden einen Roaming-Vertrag für Telefonie über den Wolken an und die irische Billigfluggesellschaft Ryanair erlaubt es auf ausgewählten Flügen, mit dem Handy zu telefonieren sowie SMS zu versenden. Noch gibt es dabei allerdings Einschränkungen. Die Handys dürfen erst eingeschaltet werden, wenn das Flugzeug die Reiseflughöhe erreicht hat. Wenn die Maschine die Reiseflughöhe verlässt und mit dem Landeanflug beginnt, müssen die Mobiltelefone wieder ausgeschaltet werden.
Damit die Telefonie über den Wolken funktioniert, müssen die Flugzeuge mit einer Basisstation ausgerüstet sein, die die Funkverbindungen an einen Satelliten übermittelt. Der wiederum sendet die Signale an eine Bodenstation, von wo aus sie zu den Empfängern weitergeleitet werden. Bislang soll Ryanair etwa 50 seiner insgesamt 170 Maschinen mit der entsprechenden Station ausgestattet haben. Das Telefonieren während des Fluges ist derzeit auf den Strecken von und nach Berlin, Frankfurt, Karlsruhe, Lübeck und Memmingen möglich. Es soll allerdings nur noch eine Frage von Monaten sein, bis alle Flugzeuge von Ryanair eine Basisstation haben.
Preiswert ist die luftige Kommunikation allerdings nicht zu haben. Eine Minute schlägt derzeit mit deutlich über fünf Euro bei ausgehenden Gesprächen zu Buche; eingehende Gespräche kosten immerhin noch über 1,50 Euro pro Minute. Das Versenden einer SMS erscheint auf der Rechnung mit etwas unter 50 Cent.
Ob die Gespräche diese Kosten wert sind? Die Neuerung ist noch kaum richtig bekannt, da sorgt sie auch schon für Aufregung. Vielen Reisenden graut nämlich davor, in einem Flieger zu sitzen, in dem es andauernd bimmelt und wo die Gespräche sich durch die Bank in Plattitüden erschöpfen.
(Quelle)
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