StudiVZ verkauft über 4 Millionen Nutzerdaten

Die Geschäftsbedingungen von StudiVZ ändern sich zum 1. Januar 2008. Ab diesem Zeitpunkt können, ebenso wie bei Facebook Adressen, E-Mail-Adressen, Nummern von Handys, Hobbys und die Studienrichtung an Werbekunden verkauft werden.

Mit dem Slogan „Bist du schon drin?“ werden neue User auf die Studentenseite StudiVZ gelockt. In diesem Zusammengang geben diese dann viele persönliche Angaben ab, für die Werbekunden einiges zahlen. 2007kaufte der Verlag Holtzbrinck StudiVZ zu einem Preis von hundert Millionen Euro, so dass es eigentlich klar ist, dass diese Investition nicht einfach ins Blaue getätigt wurde. Welt Online teilte jetzt mit, dass ab 2008 eine individuelle Werbung eingeführt werden solle.

Personenbezogene Werbung

Es sieht so aus, dass die Inhaber von StudiVZ vorhaben, die Daten von circa vier Millionen Usern zu veräußern. Dabei handelt es sich um private Adressen, E-Mail-Adressen und Handynummern. Der Geschäftsführer von StudiVZ, Marcus Rieke erklärte jetzt gegenüber Welt Online, dass mit den geänderten Geschäftsbedingungen eine leichtere Möglichkeit geboten würde, auf die Anwenderdaten zugreifen zu können, um so personenbezogene Werbung verschicken zu können. Die User werden also zukünftig Werbe-Mails erhalten.

Kommerzielle Nutzung von privaten Daten

Die Werbebanner, die sich auf der Website der jeweiligen User befinden, können auf diese angepasst werden. Hierzu werden Daten wie die bekannt gegebenen Hobbys oder der entsprechende Musikgeschmack eingesetzt. Die Anwender erhalten kurzfristig eine E-Mail, in der sie von den Änderungen in Kenntnis gesetzt werden. Anschließend werden die Daten dann zu kommerziellen Zwecken verwendet. Dies sehr zum Missfallen von Datenschützern.

Einträgliches Geschäft

Die in den USA ansässige Internetcommunity Facebook verfügt über zur Zeit circa fünfzig Millionen Daten von Mitgliedern mit ständig steigender Anzahl. Das Geschäft mit persönlichen Daten kann dabei höchst einträglich sein. Kürzlich zahlte Microsoft zum Beispiel 240 Millionen Dollar für einen Anteil an Facebook von lediglich 1,6 Prozent. Dabei dürfte die exklusive Werbung, aber auch die Userdaten ausschlaggebend für diese Entscheidung gewesen sein.

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One Response to “StudiVZ verkauft über 4 Millionen Nutzerdaten”

  1. Chris says:

    Hallo,
    also ich finde es schon ziemlich dreißt, was Study sich da hat einfallen lassen (Verkauf von Mitgliederdaten). Ich bin aber sowieso der Meinung, dass die Tage für die Plattform gezählt sind, gerade wenn man an Facebook denkt. Ich schätze mal, die werden StudyVZ locker “überholen”

    Gruß Chris

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