Kostenfalle gebrandete Handys
Schnell kann man in eine Kostenfalle tappen, wenn man ein gebranntes Handy benutzt. Gebrannte Handys sind jene Geräte, die von dem jeweiligen Mobilfunkbetreiber mit ihrem Label gekennzeichnet und eine unmittelbar neben den Menüwahltasten sich befindende so eingestellt wurde, dass man beim Drücken dieser Taste gleich auf ein kostenpflichtiges Internetportal geleitet wird.
Da diese Taste oft unbeabsichtigt gedrückt wird bzw. einige Kunden gar nicht merken, dass sie sie gedrückt haben, können unbeabsichtigt hohe Kosten entstehen.
Die STIFTUNG WARENTEST erläutert, wie man dieser Kostenfalle entgeht und was die eigentlichen Hintergründe gebrannter Handys sind:
Bei jeder Fehlbedienung der so genannten Branding-Taste können monatlich enorme Kosten entstehen und vielen Kunden ist nicht bewusst, wie die hohen Rechnungen zustande kommen.
Um dieses Problem zu umgehen, muss die Branding-Taste umprogrammiert werden. Die Ausführung ist allerdings nicht einfach, zumal fast jedes Handy eine andere Benutzerführung hat. Gleich ist nur, dass ein neues WAP-Menü konfiguriert werden muss.
Weiteres Problem ist, dass die Hersteller und auch Mobilfunkbetreiber mittlerweile gebrannte Handys vertreiben, die sich nicht umprogrammieren lassen. In diesen Fällen bleibt nur die Möglichkeit, die WAP-Anwendung zu blockieren.
Eine weitere Variante ist, die Branding-Taste zu deaktivieren. Dazu ist erforderlich, bei dem jeweiligen Mobilfunkbetreiber den GPRS-Datentransport sperren lassen. Allerdings ist dies nur bei einigen Anbietern möglich. Abgesehen von einer Gebühr von 5,- EUR (Vodafone) ist ein großer Nachteil dabei, dass das Versenden und Empfangen von MMS, E-Mail und der Download von Klingeltönen dadurch ebenfalls gesperrt wird.
Unter www.stiftung-warentest.de wird Interessierten anschaulich erklärt, wie sie die Branding-Taste ihres Handys umprogrammieren und WAP-Anwendungen sperren lassen können. Weiterhin kann man sich informieren, welche Mobilfunkbetreiber GPRS-Sperren einrichten und auch, welche Anbieter gebrannte Handys vertreiben.(via)
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