Kazaa – Bekommt Napster Konkurrenz?

Neben Napster war Kazaa früher ein illegales Filesharing-System, über das Videos, Musikdateien, Bilder und Textdokumente getauscht werden konnten.

Napster hat den Absprung bereits geschafft und bietet eine legale Musikflatrate an. Wie auch damals galt Kazaa als Nachfolger des ehemals beliebten Filesharing-Systems Napster. Wird Kazaa nun eine ernsthafte Konkurrenz für die legale Musikflatrate von Napster?

Kazaa wurde von Niklas Zennström und dem Dänen Janus Friis entwickelt. Mit Kazaa konnten früher über ein Peer-to-Peer System Dateien jeglicher Art getauscht werden. Kazaa entwickelte sich in rasanter Geschwindigkeit zu einer der beliebtesten Online-Tauschbörsen. Die Musikindustrie war jedoch alles andere als begeistert von Online-Tauschbörsen wie Napster und Kazaa, zumal sie dadurch Umsatzeinbußen in Milliardenhöhe zu befürchten hatte.

Den Online-Tauschbörsen wurde schnell der Kampf angesagt. Im Jahre 2006 war es dann vorbei mit den illegalen Tauschbörsen. Napster hatte sich aus diesem Grund dazu entschlossen, eine Musikflatrate anzubieten. Vom Gericht wurde beschlossen, dass Kazaa eine hohe Schadenersatz-Zahlung leisten musste. Dadurch sollte sichergestellt werden, dass über die Online-Tauschbörse kein urheberrechtlich geschütztes Material mehr getauscht werden würde.

Doch nun ist Kazaa zurück. Diesmal handelt es sich bei der neuen Kazaa-Plattform allerdings um eine legale Version. Die Musikflatrate soll für 20 US-Dollar pro Monat angeboten werden.

Mit der Musikflatrate sollen die Nutzer dann unbegrenzt und vor allem legal Musik über das Internet herunterladen können. Kazaa soll laut dem Unternehmen Brilliant Digital Entertainment mit den vier größten Major Labels bereits Verträge abgeschlossen haben. So weit so gut. Leider hat Kazaa den gleichen Haken wie Napster.

Die Musikdateien sind mit einem Kopierschutz dem sogenannten DRM (Digital Rights Management) versehen. Anders als bei Napster können die Musikdateien, die über Kazaa bezogen werden, nicht auf einem MP3-Player abgespielt werden. Wie bei Napster, lässt sich auch die Kazaa-Software auf drei Computern installieren. Kazaa wird vermutlich noch im Juli 2009 zurück sein. Ob Kazaa mit seinem legalen Musikdienst erfolgreich sein wird, wird sich erst im Laufe der Zeit zeigen.(Quelle)

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