Das Internet – analog hat es angefangen, ISDN führte es weiter, DSL heißt es heute – dann, parallel, die Mobilfunkanbieter. Es sind Schnelligkeiten bis zu 200 Mbit pro Sekunde an Datenübermittlung, die theoretisch möglich sind. Dies trifft auch und gerade zu bei einer dritten Paralleltechnik, die ebenfalls das Surfen ohne Abstriche zulässt: Es geht um das Internet aus der Steckdose.
Während auch bei vorhandener Telefonleitung oder Wireless-Kapazität der tatsächliche Internetfluss auch zuweilen nach mehreren Werktagen an Bearbeitungszeit freigeschaltet werden kann, speist “Powerline” die Daten direkt in das stets aktive und laufende Stromnetz ein. Es bedarf nur besonderer Adapter, die erworben werden, keine zusätzlichen Kosten verursachen und aus der gewöhnlichen Steckdose ihre telekommunikative Leistung erbringen.
Gestaffelt sind die Preise nach Adapterleistung. Jene, die 85 Mbit pro Sekunde versprechen, sind sicherlich günstiger. Jedoch bei diesen kleineren Zahlen ist diese Technik noch angreifbar: Je mehr Geräte gleichzeitig an einem Hausanschluss “laufen”, desto schwieriger wird es, für das schwächer ermöglichte Steckdosen-Internet, sich einen störungsfreien Leistungsanteil am Gesamtstrom “freizuräumen”. Das sieht anders aus bei den teureren 200-Mbit-Adaptern, die sauberer laufen.
Nette Idee, so könnte man meinen – aber wie schützt sich man in einem Mehrfamilienhaus davor, dass der Nachbar von gegenüber im eigenen Powerline-Netz mitsurft? Die Antwort, wie üblich, liegt in der individuellen Verschlüsselung, die nicht ohne Weiteres “geknackt” werden kann. Auch wenn – und das gibt es wirklich – Powerline-Adapter Funkzellen haben, die dann Wireless-Signale in dem Raum aussenden, in dem sie eingesteckt sind.
Die Kosten? Mindestens 80 Euro pro Adapter und bei fünf Watt pro Stunde im Jahr 10 Euro. Fragt sich nun, wer als Verbrauchersieger hervorgeht in den nächsten Jahren. Ob es eher dem Verbraucher entspricht, sein Internet der vierten Generation mobil durch die Stadt zu tragen oder als einfachen Stromverbraucher zu nutzen.
(Quelle)
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February 1st, 2010
Redaktion
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