Anonym surfen – Software auf USB-Stick machts möglich

Wer anonym surfen will, hat jetzt die Möglichkeit, dies anhand eines USB-Sticks zu realisieren.

PrivacyDongle heißt das eher unscheinbare Teil, das vom Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs, Bielefeld, verkauft wird.

Den eigenen Aussagen zufolge hat sich der Stick bereits jetzt zu einem Verkaufsschlager gemausert, wobei die über den Ladentisch gegangene Stückzahl mit 10000 beziffert wird. Diese Angaben machte der Vorsitzende des FoeBuD padeluun, der auf seine informationelle Selbstbestimmung pochend, nur mit seinem Künstlernamen angesprochen werden will.

Den PrivacyDongle gerade jetzt auf den Markt zu bringen, wo die Aussicht auf verstärkte Kontrollen im Internet zu entsprechenden Verunsicherungen führen, kann man mit Fug und Recht als perfektes Timing bezeichnet werden. Es ist allerdings nur die Hardware, die der Verein anbietet. Die Software stellt eine TorPark-Anwendung dar, die als Open-Source-Software erhältlich ist. Die Website www.foebud.org stellt TorPark zum kostenlosen Download zur Verfügung. Padeluun bemerkte, dass der neuartige USB-Stick angeboten würde, damit auch das Arbeiten an fremden Computern ohne Spuren verlaufen könne.

Die Handhabung ist dabei ganz leicht. Der Stick wird in einen USB-Anschluss gesteckt, danach wird das Programm-Icon angeklickt. Daraufhin erscheint ein Firefox-Browser, der mit dem Tor-Netzwerk verbunden wird, das aus zahlreichen Computern der unterschiedlichsten Personen weltweit besteht.

Das gesamte Prinzip basiert auf deren Unterstützung. Die gewünschte Website wird dann über drei Rechner anvisiert. Ein umfangreiches Verschlüsselungsverfahren verwischt die Spuren, so dass der erste Rechner keine Rückschlüsse mehr darauf ziehen kann, welche Seite angesteuert wird.

Der letzte Rechner kann dann nicht mehr nachvollziehen, wer die entsprechende Seite angeklickt hat. Einen kleinen Nachteil hat diese ansonsten optimale Verschlüsselungsmethode doch, denn die Wartezeiten beim Aufbau von Websites sind höher als bei unverschlüsseltem Surfen.

Außerdem weisen Experten darauf hin, dass das Eingeben des eigenen Namens beim anonym Surfen vermieden werden sollte. (weitere Software: TOR, JAP, Anonet, Steganos, Winsweep)

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